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Zahnarzt für Parodontitis­therapie in Bergisch Gladbach

(Wieder-)Aufbau von Knochen und Gewebe

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine Entzündung des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Erkrankungen des Zahnhalteapparates sind besonders heimtückisch, da sie meist harmlos und unbemerkt beginnen. In den meisten Fällen wird die Erkrankung durch eine übermäßige Bakterienbesiedlung als Folge mangelnder Mundhygiene ausgelöst.

Plaque und Zahnstein bilden harte Beläge und schützen so die Bakterien gegen die herkömmliche Zahnreinigung. Diese Beläge bieten den Bakterien Halt und Nischen, die die Zahnbürste nicht erreicht. Daraufhin kommt es zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates – der Parodontitis – die unbehandelt letztlich zum Zahnverlust führt. Soweit muss es aber nicht kommen!

Durch moderne parodontologische und chirurgische Therapien können wir den Zahnfleischrückgang nicht nur aufhalten, sondern in vielen Fällen Knochen und Gewebe wieder aufbauen. Die Zähne bekommen dadurch wieder einen festen Halt. Auch die aus früheren Zeiten bekannten, oft schmerzhaften Behandlungen gehören der Vergangenheit an. Feine, hochfrequente Ultraschallgeräte ermöglichen eine schonende Entfernung von Ablagerungen auch in tiefen Zahnfleischtaschen.
Durch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen wird das Parodontoserisiko drastisch reduziert. Unser Recall-System erinnert Sie auf Wunsch automatisch an die fälligen Behandlungstermine.

die aus früheren Zeiten bekannten, oft schmerz­haften Behand­lungen gehören der Vergangen­heit an.

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Parodontose – allgemeine Informationen zum Krankheitsbild

Der gesündeste Zahn hat keine Chance, wenn der Apparat, der ihn hält, nichts taugt! Was den Zahn im Kiefer an seinem Platz hält, sind: der Kieferknochen, die Zahnhaltefasern zwischen dem Kieferknochen und der Zahnwurzel und das Zahnfleisch, die Gingiva. Kommt es zu einer Entzündung des Zahnfleisches und einem Rückgang der zahnhaltenden Strukturen, spricht man von einer Parodontitis. Neben der Karies ist die Parodontitis die verbreitetste Zahnerkrankung und in vielen Fällen die Ursache für Zahnverlust besonders bei Erwachsenen ab dem 35. Lebensjahr.

Erkrankungen des Zahnhalteapparates sind besonders heimtückisch, da sie meist harmlos und unbemerkt beginnen. Sie beruhen oft auf dem Zusammenspiel mehrerer Umstände, die für sich alleine gar nicht so schädlich sind. Mangelnde Pflege und Fehlernährung sind hierbei ebenso zu nennen wie innere Erkrankungen des Patienten. Weitere Auslöser können Überbeanspruchung und falsche Belastung des Zahnes oder seines Halteapparates sein, etwa durch Zahnfehlstellungen. Auch manche ungewollte Folgen zahnärztlicher Arbeiten im Mundraum können zu Erkrankungen des Zahnhalteapparates beitragen.

In den weitaus meisten Fällen jedoch beginnt die Erkrankung wie die Karies durch eine übermäßige Bakterienbesiedlung infolge mangelnder Mundhygiene und einer zu kohlehydrat- oder schlicht zuckerhaltigen Ernährung. Dadurch bilden sich zunächst Beläge und anschließend Plaque und Zahnstein. Diese harten Beläge schützen die Bakterien gegen die herkömmliche Zahnreinigung, da sie ihnen Halt und Nischen bieten, die die Zahnbürste nicht mehr erreicht. Zuckerhaltige Mahlzeiten, gerade die kleinen Snacks zwischendurch, bieten den Bakterien reichlich Nahrung, regen die Produktion von Schadstoffen an und tragen zur Bildung eines Säureniveaus im Mund bei, das Zahn und Zahnfleisch angreift und im schlimmsten Fall zerstört.

Falsche Belastungen etwa durch Zähneknirschen, Zungenpressen oder aufgrund von Kieferanomalien oder Zahnfehlstellungen können ebenfalls zur Parodontalerkrankungen beitragen. Aber auch Unterforderungen durch zu weiche Nahrung oder schadhafte zahnärztliche Versorgungen wie schlechtsitzende Kronen oder defekte Füllungen können Erkrankungen der Zahnumgebung fördern, da sie den Bakterien zusätzliche Schlupflöcher eröffnen.

Systemische Erkrankungen der Patientinnen und Patienten, insbesondere Diabetes sowie einige Magen- und Leberleiden, begünstigen Erkrankungen des Zahnhalteapparates ebenso wie das Rauchen. In diesen Fällen müssen Zahnärzte und die jeweiligen Fachärzte gemeinsam eine Therapie entwickeln.

Diagnostik der Parodontalerkrankung

Es gibt unterschiedliche Formen von Parodontalerkrankungen, die sich im Schweregrad und im Verlauf erheblich unterscheiden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig das individuelle Parodontitisrisiko zu bestimmen, um möglichst gezielt und systematisch gegen die Erkrankung vorzugehen.

Zur Feststellung einer Parodontitis, können verschiedene diagnostische Maßnahmen herangezogen werden:

  • Röntgenaufnahme – z.B. Panoramaschichtaufnahme 
  • Keimtest – Nachweis der Parodontitis-Markerkeime 
  • Untersuchung – Aufnahme von Blutungs- und Belagsindices 
  • Messen der Taschentiefe, Furkationsbefall (Befall der Gabelung einer Zahnwurzel), Rezessionen (Rückgang des Zahnfleisches)

Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchungen können wir eine differenzierte Diagnose stellen:

  • Gesundes Zahnfleisch – keine Parodontitis 
  • Gingivitis (Zahnfleischentzündung) leicht, mittel oder schwer 
  • Chronische Parodontitiden, lokal begrenzt oder generalisiert 
  • Aggressive Formen der Parodontitis 

Sollten wir im Rahmen einer Routinekontrolle den Verdacht haben, dass Sie an einer Parodontitis erkrankt sind, besprechen wir mit Ihnen ausführlich ein entsprechendes Behandlungskonzept.

Therapie bei Parodontalerkrankung

Therapeutisch werden nicht nur die aktuellen Beschwerden bekämpft, sondern auch die Ursachen der Parodontose, sowie mögliche erkrankungsfördernde Faktoren ausgeschaltet.

Die Therapie gliedert sich in folgende Einzelschritte:

  • Vorbehandlung (Informations-, Motivations- und Hygienephase) 
  • Therapie (konservative und/oder chirurgische Behandlung) 
  • Nachbehandlung (Nachsorge- und Kontrollphase)

Die Vor- und Nachbehandlung ist für den Erfolg einer parodontalen Therapie unverzichtbar. Dabei ist auch ein gewisses Maß an Eigeninitiative des Betroffenen notwendig, der die häusliche Zahnpflege auf die Erkrankung abstimmen muss. Erkrankte Areale dürfen trotz der Blutungsneigung nicht geschont, sondern müssen im Gegenteil besonders intensiv gesäubert werden.
Störfelder im Mundraum, wie undichte Füllungen oder Aufbissprobleme, beseitigen wir im Rahmen der Vorbehandlung. Definitive prothetische Arbeiten werden hingegen nach Abschluss der Behandlung angefertigt.

Therapeutisch setzen wir zunächst eine gewebeschonende geschlossene Kürettage ein. Dabei wird die Zahnfleischtasche mit verschiedenen Parodontalinstrumenten (Kürette, Ultraschall) gesäubert und die Zahnoberfläche geglättet. Die Prozedur kann gegebenenfalls nach einiger Zeit wiederholt werden. Die Kürettage erfolgt in örtlicher Betäubung, sodass keine Schmerzen zu erwarten sind. Das Schaben mit den Instrumenten am Zahn kann jedoch unangenehm sein und es können Blutungen auftreten. Bis zu sechs Tagen später kann das Zahnfleisch noch besonders sensibel sein.

Parodontalchirurgische Maßnahmen sind bei tieferen (mehr als sechs Millimeter), über lange Zeit bestehenden Zahnfleischtaschen sinnvoll, die wir mit der geschlossenen Kürettage nicht erreichen können. Bei den meist durchgeführten offenen Kürettagen schneidet der Zahnarzt das Zahnfleisch mit dem Skalpell ein, um besser an die entzündete Stelle heranzukommen. Falls nötig, wird Ersatzknochen zur Füllung von Hohlräumen eingebracht. Nach der Säuberung wird das Zahnfleisch wieder vernäht. Der Eingriff bekämpft die Parodontopathie zwar sehr effektiv, jedoch entstehen optisch schwer akzeptable lange Zahnhälse, die auch sehr sensibel reagieren können.

Weitere mögliche operative Maßnahmen sind:

  • Gingivektomie: Entfernung von Mundschleimhaut 
  • Gingivoplastik: Umlagerung und Rekonstruktion von Schleimhautarealen 
  • Lappenoperation: Umlagerung großer Schleimhautlappen 
  • Osteoplastik: Modellieren von Knochenarealen, evtl. mit Anlagern von Knochenersatz 
  • Schleimhauttransplantat: Schleimhautersatz bei Defekten 
  • Furkationsbehandlung: Entfernen von Wurzelanteilen oder Freilegen der Wurzelaufgabelung der Backenzähne

Zur Bekämpfung der Bakterien im Mund kommen Spüllösungen (z.B. Chlorhexidin-Digluconat, Wasserstoffdioxyd), in schweren Fällen auch Antibiotika zum Einsatz. Antibiotika können direkt in die Zahnfleischtaschen eingebracht oder als Tablette eingenommen werden.

Weitere mögliche operative Maßnahmen sind:

  • Gingivektomie: Entfernung von Mundschleimhaut 
  • Gingivoplastik: Umlagerung und Rekonstruktion von Schleimhautarealen 
  • Lappenoperation: Umlagerung großer Schleimhautlappen 
  • Osteoplastik: Modellieren von Knochenarealen, evtl. mit Anlagern von Knochenersatz 
  • Schleimhauttransplantat: Schleimhautersatz bei Defekten 
  • Furkationsbehandlung: Entfernen von Wurzelanteilen oder Freilegen der Wurzelaufgabelung der Backenzähne

Ihre Fragen zum Thema Parodontitistherapie

Nichts kann die ausführliche, persönliche Beratung ersetzen. Dr. med. dent. Richard Schmitz beantwortet an dieser Stelle allgemeine Fragen zur Implantologie.

Um für unsere Patienten die Parodontitisbehandlung so schmerzlos wie möglich zu gestalten, wird vor Beginn die betroffene Stelle lokal betäubt.

Eine Parodontitistherapie wird in der Regel quadrantenweise durchgeführt, weshalb für ein Gebiss vier Sitzungen notwendig sind. Eine Sitzung dauert ca. 30-45 Minuten.

Gesetzlich Versicherte können die Therapie bei der Krankenkasse beantragen. Behandlungen zur Früherkennung werden dann alle zwei Jahre übernommen, ebenso die aktive Therapie. 

Zahnärztliche
Gemeinschaftspraxis
Schmitz & Ebel

Mo. + Di. 7 bis 21 Uhr
Mi. + Do. 8 bis 21 Uhr
Fr. 7 bis 19 Uhr
Termine n. Vereinbarung

Odenthaler Str. 132
51465 Bergisch Gladbach
Telefon: 0 22 02 / 3 26 28
Telefax: 0 22 02 / 4 12 81

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